Gemeinsam seit 30 Jahren
Der Verein Hortus Botanicus Helveticus (HBH) wurde 1996 in Montreux
gegründet. Seine Aufgabe ist es, botanische Gärten und Institutionen
mit relevanten Pflanzensammlungen zu unterstützen, ihren Fortbestand
zu sichern und ihre langfristige Wirkung zu stärken. Der HBH vertritt das
Netzwerk von 30 schweizerischen botanischen Gärten auf nationaler und
internationaler Ebene und fördert die Zusammenarbeit zwischen seinen
Mitgliedern und Partnern.

30 Jahre, 30 Gärten, 30 symbolträchtige Spezies
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Hortus Botanicus Helveticus lädt eine Ausstellung im Botanischen Garten Genf dazu ein, anhand von 30 Segeln die Vielfalt und das Engagement der Schweizer Botanischen Gärten für den Erhalt der Natur zu entdecken.
Erstes nationales Verzeichnis der wichtigsten lebendsammlungen der Botanischen Gärten der Schweiz
Ein einzigartiger Überblick über die lebendsammlungen in der Schweiz
Dieses Verzeichnis bietet erstmals einen landesweiten Überblick über die bemerkenswerten lebendsammlungen, die in den Schweizer Botanischen Gärten aufbewahrt werden, seien es nun umfangreiche oder prioritäre Sammlungen.
Die Zusammenführung dieser Daten ermöglicht es, diese Sammlungen im schweizerischen und internationalen botanischen Netzwerk sichtbar zu machen und gleichzeitig das Fachwissen und die Besonderheiten jeder einzelnen Institution hervorzuheben. Sie erleichtert zudem den Austausch von Pflanzen, Saatgut und Fachwissen zwischen den Gärten.
Konkret ermöglicht dieses Instrument insbesondere die schnelle Identifizierung von Institutionen, die über eine bestimmte Sammlung verfügen oder die notwendigen Infrastrukturen und Kompetenzen besitzen, um bestimmte Spezialsammlungen aufzunehmen und zu pflegen.
Ein strategisches Instrument für den Pflanzenschutz
Über die Bestandsaufnahme hinaus stellt diese Arbeit einen wichtigen Schritt hin zu einem besser koordinierten Ansatz für den Pflanzenschutz in der Schweiz dar. Sie trägt dazu bei, die Schutzbemühungen besser auf die Mitglieder des HBH-Netzwerks zu verteilen, und fördert eine Bewirtschaftung der lebendsammlungen, die auf nationaler Ebene und nicht nur auf institutioneller Ebene konzipiert ist.
«Die Anzahl und Vielfalt der Schweizer Botanischen Gärten stellen aufgrund ihrer Grösse, ihrer Infrastruktur, ihrer klimatischen Bedingungen und ihrer Fachgebiete eine Stärke und eine Chance für den Erhalt der Pflanzenvielfalt dar. Diese Arbeit verdeutlicht zudem die Komplementarität unserer lebenden Sammlungen und ebnet den Weg für eine verstärkte Integration dieser Sammlungen auf nationaler Ebene», betont Nicolas Freyre, Präsident von HBH und Chefgärtner des Botanischen Gartens von Genf.